Hercules Rmx DJ Console
Hercules Rmx im Test
Mit der Hercules Rmx DJ Console will man dies nun ändern und neben dem enthusiastischen Bedroom-DJ auch fortgeschrittenere Plattenverdreher ansprechen.
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So einfach kann DJing sein
Hercules Rmx in der Übersicht
Den neuen Ansatz von Hercules sieht man der Rmx auch direkt an: Anstatt billigem Kunststoff erwartet den Kunden ein robustes und wertiges Metallgehäuse mit gefälliger Ummantelugn aus gebürstetem Aluminium. Die einzelnen Potis, Knöpfe und Fader hingegen sind aus Plastik und wirken auch wacklig.
Dafür bietet die Rmx jedoch mit ihren großzügig proportionierten Abmessungen genug Freiraum für die Finger - einzig der Lautstärke- und der Cue/Mix-Regler sind deutlich zu nahe beieinander.
Positiv anzumerken ist noch, dass die gummierten Füße, auf denen die DJ Console ruht, hoch genug sind um auch Kabel unter der Hercules Rmx durchführen zu können.
Kommen wir nun zum Interface: Die Hercules Rmx ist in 2 Decks unterteilt, wobei jedes aus einem Jogwheel, einem 3-Band-EQ inkl. Killswitches, Pitchfader, Volumefader, 3 Transportknöpfen (Play/Pause, Stop und Cue), jeweils 6 Knöpfen für Effekte und Loops sowie seperaten Knöpfen für Beatlock, Sync und Pitch-Reset besteht.
In der Mitte befinden sich die Navigationsbuttons zum Durchsuchen der Tracksammlung und dem Laden auf das entsprechende Deck. Der obligatorische Crossfader sowie ein Main-Volume-Regler sind natürlich ebenfalls vorhanden.
Alles in allem ist der DJ Controller sehr übersichtlich gehalten und intuitiv zu bedienen. Störend ist allerdings, dass einige Knöpfe wie z.B. die Kill-Switches über keine Hintergrundbeleuchtung verfügen und so nur schwer zu erkennen ist, ob diese Knöpfe nun gerade aktiviert sind oder nicht.
Hercules Rmx DJ Software
Virtual DJ, Traktor und Co
Die Hercules Rmx ist mit jeglicher, gängiger DJ Software wie Virtual DJ, Traktor, Mix Vibes, Ultramixer oder DJ Decks kompatibel, da es sich bei dem DJ Controller um einen normalen, programmierbaren MIDI-Controller handelt.
Beim Kauf mitgeliefert wird eine speziell angepasste Version von Virtual DJ 5, welche für den Einsteiger völlig ausreicht. Möchte man jedoch mehr Anpassungen vornehmen oder z.B. den eigenen Mix aufnehmen muss man für knapp 200€ auf Virtual DJ Pro upgraden oder eine alternative Software anschaffen.
So kommt die Hercules Rmx bei mir zusammen mit Traktor Pro in einem 4 Deck Setup mit eigenem Midi Mapping zum Einsatz.
Hercules stellt übrigens auf seiner Seite selber ein fertiges Mapping zur Verwendung in Traktor bereit (und bietet darüber hinaus sogar Treiber für Linux an !). Über die Produktpflege kann man sich also wahrlich nicht beschweren.
Zurück zum Thema: Neben Virtual DJ liegt ebenfalls noch eine Steuerungssoftware bereit, mit der man das Audio Interface der Hercules Rmx wahlweise von WDM auf ASIO (inkl. Finetuning) und zurück umstellen sowie Absenkspiegel beim Voiceover und die Empfindlichkeit der Jogwheels einstellen kann.
Praxistest der DJ Console
Was taugt die Hercules Rmx wirklich?
Über sechs frei belegbare Buttons können Effekte in den Signalweg eingeschleift werden. Die Auswahl, welcher Button mit welchem Effekt belegt wird, erfolgt über den Virtual DJ; eine der wenigen Gelegenheiten, wo man die Maus zur Hand nehmen muss. Mitgeliefert werden in der Lite-Version Flanger, Pitch-Kurve Plus und Minus, Backspin, Brake, Overloop, Beatgrid sowie Loop Ein und Aus. Über das Sixpack lassen sich überdies auch Samples aufnehmen und abfeuern.
Die beiden dreikanaligen EQs arbeiten sauber, es fehlt aber eine Mittelrasterung. Dass der Zustand der dazugehörigen Kill-Switches nur über die Software abgelesen werden kann, habe ich ja bereits bemängelt.
Das Vorhören der Decks ist kurzzeitig gewöhnungsbedürftig: Zum einen ist die Beschriftung der betreffenden Auswahlbuttons mit "Cue Select" etwas irreführend, zum anderen findet sich an anderer Stelle noch ein Drehregler, mit dem man stufenlos zwischen dem Abhören einzelner Decks und dem gesamten Mix wechseln kann. Im Eifer des Gefechts vergisst man diesen Regler schon mal und wundert sich dann über das falsche Signal auf den Ohren. Sehr schön dagegen, dass es gleich zwei Kopfhörerbuchsen (große Klinke) gibt: Einer auf der Gehäuse-Oberseite, einer auf der Stirnseite. Gleiches gilt für das Mikrofon (ebenfalls Klinke, mit Talkover-Funktion). Belegt werden kann aber nur jeweils eine Buchse; sind beide bestückt, ist nur der auf der Oberseite präsent.
Mit der zusätzlichen Vorpegelung der Decks über die neuen Gain-Regler muss man jedoch vorsichtig umgehen: Die ist wahnsinnig empfindlich, ein Tick zuviel dran geschraubt und den Leuten auf der Tanzfläche pustet es das Trommelfell weg - da wäre weniger deutlich mehr gewesen.
Fazit und Zusammenfassung
Lohnt sich eine Hercules Rmx DJ Console?
Alles in allem eine sehr gute DJ Console für Einsteiger und Fortgeschrittene mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis und kleineren Abstrichen bei Detaillösungen. Defenitiv einen Blick wert!
| Pro | Contra |
| Robustes Metallgehäuse | EQ-Kill-Switches ohne Beleuchtung |
| Vollwertiger Midi-Controller | Teils etwas wacklige Plastikregler |
| Anschluss von externen Geräten möglich | Stromversorgung nur über USB |
| Audio Interface mit Cinch & Klinke | |
| Stabile Tragetasche im Lieferumfang |
1 Kommentar
von Dennis
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Wenn Du also Gelgenheit hattest, bestimmte Geräte zu testen oder selber besitzt, würden wir uns freuen, wenn Du Deine Erfahrungen in einem kurzen (oder gerne auch umfassenden) Testbericht veröffentlichen könntest.
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Die Rmx ist wirklich mal der Hammer, zu einem so guten Preis-/leistungsverhältnis ein solches Produkt zu bekommen hätte ich nicht gedacht.
Schwachstelle sind wirklich die Knöpfe und die teilweise fehlende Beleuchtung, dafür hätte ich auch gerne nochmal 50-80€ mehr gezahlt, aber vermutlich war man sich im Hause Hercules unsicher, ob ein produkt jenseits der 300€ Grenze bei der Kundschaft ankommt.
Was wirklich super ist sind auch die Anschlussmöglichkeiten an der Rückseite: Ich habe sowohl für den Haupt- als auch für den monitor-Output die Möglichkeit Cinch oder Klinkenstecker zu verwenden - dafür zahlt man sonst in Form einer teuren externen Soundkarte drauf (oder muss Adapter verwenden, die den Klang nicht gerade besser machen).
Ebenfalls gefällt mir, dass man die Konsole auch in ein Rack einbauen kann und entsprechend sowohl oben als auch an der VOrderseite Eingänge für kopfhörer und Mikrofon hat.
Und über die Möglichkeit, selber das Midi-Mapping vorzunehmen kann man wirklich jede Software nehmen oder aber Virtual DJ an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Fazit: Ganz klare Kaufempfehlung !